Wochenende

Schönes Wochenende!

Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen. Jesaja 55,3

Der Gott des Friedens, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt. Hebräer 13,20-21

Seit einigen Tagen besucht uns regelmäßig eine rote Katze. Ob es eine Katze oder ein Kater ist, wissen wir nicht. „Das Rosenrot“, wie ich unseren neuen Besucher nenne, wird von unseren beiden Katzen nicht so gerne gesehen. Zum einen sind die beiden sehr ängstlich anderen Katzen gegenüber (obwohl sie sehr gute Jägerinnen sind!), zum anderen wollen sie natürlich ihr Revier verteidigen.

Seit gestern sitzt das Rosenrot auch vor unserer Esszimmertür, die über eine Treppe zur Terrasse führt. Da sitzen sonst NUR unsere Beiden.

Rosenrot tippt sogar mit seinem Pfötchen an die Tür und schaut sehnsüchtig in unsere Wohnung. Es will anscheinend von uns adoptiert werden. Und es ist immer hungrig. Ich kann ja Katzenaugen und ihren Flirtversuchen nur schwer widerstehen – aber in unsere Wohnung darf Rosenrot nicht. Also füttere ich es draußen, etwas abseits der Terrasse.

Heute Morgen saß unsere Mamakatze Cassiopeia auf dem Terrassentisch und überwachte ihr Revier. Rosenrot wurde die ganze Zeit beäugt und beobachtet. Damit Rosenrot Platz an der Tür macht und Cassiopeia nach einer halben Nacht draußen in die Wohnung kann, lockte ich Rosenrot mit Futter weg.

Cassiopeia hatte ich bis dahin noch nicht gefüttert. Ich versuchte sie zu locken, mit Schmeicheleien, mit Leckerchen, mit meinem ganzen Charme. Doch Cassiopeia drehte sich nur von mir weg.

Was geht in solchen Momenten in einem Katzenkopf vor? „Mein Mensch kümmert sich nicht um mich.“ „Mein Mensch bevorzugt eine fremde Katze, eine Konkurrenz.“ „Mein Mensch will mich vielleicht gar nicht mehr?“ „Bin ich meinem Menschen noch wichtig?“ „Hat mein Mensch mich noch lieb?“ „Werde ich vernachlässigt, ausgetauscht, vergessen?“ – Eine Katastrophe für ein Kätzchen.

Etwas später saß Cassiopeia dann doch vor der Tür und wollte hinein. Sie weiß, dass unser Zuhause ihr Zuhause ist. Sie hat gesehen, dass ich mich nach dem Füttern um Rosenrot nicht mehr gekümmert habe. Sie hat gemerkt, dass sie immer noch meine geliebte Katze und ich IHR Mensch bin. Wir gehören zusammen, auch wenn Cassiopeias Tochter Nefertiri auch bei uns wohnt und sie keine verwöhnte Einzelkatze ist. Die Aufmerksamkeit muss sie seit vielen Jahren teilen. Doch sie bekommt ihre Streicheleinheiten, Aufmerksamkeit und Liebe. Diesen Bund haben wir geschlossen, als wir sie als Kleinkind bei uns aufgenommen haben.

Dieser Bund bleibt „ewig“ bestehen, jedenfalls so lange, wie sie leben wird. Sie ist unsere Katze und wir ihre Menschen. Das bleibt. Auch wenn ich mich anderen Katzen zuwende.

Im Hebräerbrief werden wir mit Tieren verglichen, mit Schafen, und Jesus Christus mit dem großen Hirten. Durch Jesus wird der ewige Bund Gottes mit uns Menschen bestätigt. Dieser Bund bleibt. Auch wenn Gott sich einmal etwas mehr einem anderen Menschen zuwendet. Sein Bund zu Dir bleibt ewig.

Wir Menschen sind auch nicht anders, als Katzen …  😉

 

In diesem Sinne

Ein schönes Wochenende!