G1b

Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf dich.  Psalm 25,5

Wir wissen, dass er uns hört.  Johannes 5,15

Allezeit Sonnenschein, immer in der Ruhe und in der eigenen Mitte sein – das klappt nun tatsächlich nicht. Denn unser Leben ist ein ständiges Auf und Ab, immer in Bewegung, immer im Fluss; und ein Fluss hat Tiefen und Untiefen, und so manches Mal gibt es auch Stromschnellen und gefährliche Stellen.

Wie gut es da tut, heute Morgen nach dem Wachwerden die Tageslosung zu lesen: „Du bist der Gott, der mir hilft; täglich …“

Täglich harre ich auf dich … ja! Denn trotz der Untiefen und Stromschnellen gehört zu meinem Leben mein Glaube an Gott, den Schöpfer des Universums und alles Lebens. So rechne ich jeden Tag meines Lebens mit Gott und vertraue ihm.

Doch dann gibt es auch diese Tage ohne Sonnenschein mit düsteren Wolken und heftigen Wolkenbrüchen. An diesen Tagen lese ich den Psalmvers anders akzentuiert: Du bist der Gott, der mir täglich hilft! Welch tröstende Zusage, welch Wolkenlücke, die den Sonnenstrahl hindurch lässt!

Und selbst dann, wenn unser Gefühl diese Aufmunterung nicht zulassen will, können wir uns auf unsere Erfahrung verlassen: „Wir wissen, dass er uns hört.“ Wir wissen es, wir müssen es nicht fühlen. Schön ist es, das auch zu fühlen. Doch in den Stromschnellen und unter den Wolkendecken des Lebens, wenn das Gefühl sich nicht einstellen möchte, können und dürfen wir einfach unseren Verstand in den Vordergrund stellen und sagen: „Ich weiß es, Gott, dass du mich hörst!“

Ich weiß es – und das genügt!

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

Deine Querdenker-Christen